Social-Media-Sprechstunde goes OTC

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Mario Sorgalla beim open Transfer CAMP am 7.6.2013 in Köln

 

 

Social Media ist mehr Ausprobieren, als Gelerntes zu replizieren. Mario Sorgalla warb für ein strategisches Vorgehen, das aber jede Menge Raum für Experimente lässt. Viel Überzeugungsarbeit musste er nicht leisten, wenn er die Glaubwürdigkeit des Social-Media-Auftritts betonte.

 

In der Vorstellungsrunde der Session wird eines schnell klar: Hier treffen Profis auf jene, die auf dem besten Wege dahin sind. Die Idee der Social-Media-Sprechstunde stößt auf reges Interesse– besonders im Non-Profit-Bereich gibt es hier viel Transferpotenzial. So möchte ein Teilnehmer bald Social-Media-Kurse speziell für Ältere anbieten. Oft sind es jedochdie Chefetagen, die noch vom Nutzen der Social-Media-Kanäle überzeugt werden müssen und diese nicht nur als „zusätzliche Arbeit“ empfinden, wie Eva-Maria Antz von der Stiftung MITARBEIT betont.

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Ohne Ziel geht es nicht: Social-Media-Strategie

Am Anfang müsse erst einmal klar sein, wofür die sozialen Medien genutzt werden sollen. Im zweiten Schritt müssten alle Beteiligten der Organisation, also Geschäftsführung, Mitarbeiter, Stakeholder und die umsetzenden Redakteure, für das Thema sensibilisiert werden. Die Entwicklung einer Social Media Policy sei dafür hilfreich. Genauso gut böten Schulungen und regelmäßige Sprechstunden die Möglichkeit,sich über die gemeinsamen Ziele zu verständigen.

Konkrete Tipps für konkrete Seiten

Die am häufigsten gestellte Frage während der Sprechstunden von Mario Sorgalla lautet: „Wie können wir Social Media besser nutzen?“ Natürlich gäbe es darauf keine pauschalen Antworten. Dem Kölner Projekt „Ganz schön kalk“ empfiehlt der Experte bezogen auf den Facebook-Auftritt ein effizientes Monitoring und das Dokumentieren der Kernwerte aus dem Analyseprogramm Facebook Insights in einer Excel Tabelle. Umfragen eigneten sich auch gut, um mehr über die Nutzer zu erfahren. Die Zielgruppe könne auch direkt bei Veranstaltungen nach ihren Themenwünschen gefragt werden – einfach ein paar Fragebögen auslegen. Beim Posten selbst empfiehlt Mario Sorgalla kurze Beiträge (zwei bis drei Zeilen) und Fotos, die die Glaubwürdigkeit der Seite untermauern. Dabei müssten aber die Urheberrechte geklärt sein. Für den Start eines Facebook-Auftritts lohnten sich durchaus Anzeigen oder gesponserte Beiträge: Auch mit geringen Beträgen ließe sich die Reichweite erhöhen und Seitenbetreiber könnten einfach mal ausprobieren, wie sich dies auf die Statistik auswirke.Dies war auch das Resümee der Session: Social Media soll in erster Linie Spaß machen – und zwar sowohl den Nutzern als auch den Machern der Inhalte. Es müssten keine Profis am Werk sein, die die Seiten betreuen – letztlich komme es auf die Authentizität an.

Die Social Media Sprechstunde auf Facebook: https://www.facebook.com/SocialMediaSprechstundeKoeln

Mario Sorgalla ist freiberuflicher Social Media Manager (u.a. für http://futurechallenges.org) und veranstaltet in Köln eine regelmäßige Social-Media-Sprechstunde in den Büroräumen von hoop-de-la design. Er beschreibt diese mehr als einen „Ort des Austausches zum Themenbereich Social Media“ als eine unternehmerische Beratungsinstitution. @mariosorg

Johanna Voll

Johanna Voll studierte Interkulturelle Europa- und Amerikastudien in Halle (Saale) sowie Soziokulturelle Studien an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), wo sie mittlerweile als akademische Mitarbeiterin tätig ist. Zuvor hat sie u.a. in der Onlineredaktion vom BBE (Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement) die Social Media-Kanäle betreut. An der Viadrina beschäftigt sie sich nun mit der Reorganisation von Erwerbsarbeit in der Wissensgsellschaft und untersucht das Phänomen Coworking und seine Räume. Besonders spannend findet sie auch die Schnittstellen von Social Media und Wissenschaft und versucht genau das den Studierenden zu vermitteln.

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